Als Töpfer setze ich mich mit einem Material auseinander, das mit keinem anderen Rohstoff vergleichbar ist . Das beginnt schon mit der Vielfalt, die vom mageren niedrigbrennenden Ton bis zum hochbrennenden Porzellan reicht und sich in total verschiedenen Eigenschaften ausdrückt.
Die Faszination im Werkstoff Ton liegt in seiner Plaszidität, der Eigenwilligkeit und der scheinbaren Wiederstandslosigkeit des Materials. Diese unscheinbare Masse in meiner Hand, die Möglichkeit damit etwas zu gestalten, ein wunderbares Gefühl!
Schon die Vorstellung des Werkstückes setzt ein Denkprozess in Gang. Das besteht im Wesentlichen im Suchen der Linie, der Verbindung von Form und Struktur, der Reduktion auf das Wesentliche.
Aus bewussten Abläufen entwickeln sich neue intuitive Gedankengänge, in denen sich die Summe der Erfahrung mit neuen Erkenntnissen paart. Das bedingt aber die innere Bereitschaft für das Unvorhergesehene, wie auch der Offenheit gegenüber all dem was ausserhalb meinen fixen Vorstellungen besteht, um neue Wege zu beschreiten. Dazu die Verbindung mit Wasser, Luft und Feuer, die mich die Vielfalt der Gestaltungsmöglichkeiten nur erahnen lässt.
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last update 27.04.07 |