Raku geht ursprünglich auf koreanische Töpfer zurück. Dann im 16. Jahrhundert wurde der Töpfer Chojiro vom japanischen und einflussreichen Teemeister Senno-Rikyu zur Anfertigung von Teeschalen für die Tee-Zeremonie des Zen-Buddhiismus auserwählt. Das beeindruckende an Chojiros Trinkschalen war die Zurückhaltung und das Mass. Sie standen den auch im Einklang mit dem Geist des Zen-Buddhismus und verkörperten eine höchst anspruchsvolle Ästhetik natürlicher Einfachheit. Über drei Jahrhundert vergingen, bis durch Bernhard Leach und seinem berühmten
Töpferbuch das Raku im Westen bekannt wurde. Der Amerikaner Paul Soldner setzte sich dann in denn sechziger und siebziger Jahren stark mit dem Raku auseinander und experimentierte ausgiebig im Gebiet verschiedener Niedrigtemperatur-Techniken.
Heute ist Raku in Europa und Amerika eine Töpfertechnik, die sich, losgelöst vom rituellen Hintergrund ästhetisch weiter enwickelt, ohne aber den weltanschaulichen Aspekt verloren zu haben. In diesem Sinne ist Raku ein Ausdrucksmittel besonderer Art. Das Entstehen ist das Ziel in der direkten Auseinandersetzung mit Erde,Feuer, Luft und Wasser. Es ist eine Kraft die im Zusammenwirken mit der Natur Neues schafft.